Philosophie der Muster    Buch "Geliebte Fesseln"


Geliebte Fesseln. Nachdenken über Gewohnheiten

Die Gewohnheit ist ein Thema, das mitten in die großen philosophischen Fragen um Körper, Geist und Seele hineinführt. Die Gewohnheit erweist sich als ein Schlüssel, um aus der Sackgasse herauszukommen, in der das Denken über diese zentralen Fragen, aber auch über die Probleme der Freiheit, Verantwortung, Glück und Moral steckt. Denn die Gewohnheiten zwingen dazu, die körperlichen Wurzeln der psychischen und mentalen Prozesse zu aufzudecken. Das hilft zu verstehen, wie das eigene Verhalten verändert werden kann.

Books On Demand, Norderstedt 2008, € 22,50

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Inhaltsverzeichnis im Buch lesen Aufsatz: Gewohnheiten

Der englische Philosoph David Hume war davon überzeugt, dass die Gewohnheit der große Führer durchs Leben ist. Er gehört zu den wenigen Philosophen, die von der großen Bedeutung der Gewohnheit im menschlichen Leben überzeugt sind. Heute haben die Gewohnheiten eher einen schlechten Ruf. Es wird ihnen vorgeworfen, dass sie starr und unflexibel machen. Im gewohnheitsmäßigen Handeln gehe die Freiheit verloren. In der abschätzigen Formulierung vom Mensch als Gewohnheitstier klingt sogar an, dass man im reflexhaften Reagieren sein Menschsein verliert.

In dem Buch soll dargestellt werden, dass die Gewohnheiten völlig zu Unrecht abgewertet werden. Bei genauerer Betrachtung erweisen sie sich als die Basis von emotionaler Stabilität und geistiger Kreativität. Ohne Gewohnheiten hätte sich das reiche geistige Leben der Menschen nicht entwickeln können. Der Preis der Abwertung war ein verzerrtes Bild vom Wesen des Denkens.

In der Analyse der Gewohnheiten werden die in den früheren Büchern entwickelten Gedanken über die Bedeutung des Atems weiterentwickelt. Aus der Einsicht, dass alle psychischen und mentalen Prozesse aus Bewegungen bestehen, die wesentlich vom Atem getragen werden, entsteht ein neues Paradigma, wie das Denken begriffen werden könnte. Es wird davon ausgegangen, dass die Bausteine des Denkens nicht Bilder sind, wie normalerweise angenommen wird, sondern primär gewohnheitsmäßig erlernte Bewegungen. Denken besteht demnach darin, dass Bewegungen in der Einbildungskraft probeweise miteinander verknüpft werden, bis eine Lösung von Problemen gefunden wird. Was Sigmund Freud erahnte, als er das Denken als probeweises Handeln gekennzeichnet hat, kann jetzt theoretisch begründet werden.

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